Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen
Unesco-Projekt-Schulen
     
Zuletzt geändert am: Thu, 12.06.2008 von Sigrid Wagner-Dorka

UNESCO Fahrt 2008 nach WEIMAR

Termin: Donnerstag, 29. Mai 2008 bis Samstag, 31. Mai 2008

Programm:
Fahrt mit der Bahn (RE, ICE), Jugendherberge, HP, 4er und 6er Zimmer, Stadtführung (abends mit Nachtwächter "Niklas Hergot"), Goethe und Schiller (Werther und Wilhelm Tell), Führung im Goethehaus,  Anna Amalia (barocke Bibliothek/Rokokosaal - nach dem Feuer!), Herder (Kirche) mit Cranach (Gemälde), Ilmpark, Bauhaus (quadratisch praktisch gut: Architektur), Bauhaus-Museum, Van-de-Velde Bau/Universität, Marktplatz mit Rathaus, KZ Buchenwald (Führung), DNT (Deutsches Nationaltheater), Kleist: "Der Zerbrochene Krug" (moderne Aufführung), Thüringer Bratwürste (extra!)


Vor dem Deutschen Nationaltheater mit unserem Stadtführer "Niklas Hergot", Schlachtermeister und Nachtwächter zu Weimar im Jahre des Herrn 1593.

Fahrtbericht Weimar 2008

UNESCO-Fahrt nach Weimar (29.05- 31.05.08)
6:06 Uhr am Betzdorfer Bahnhof: Es war Donnerstag, der 29.05.2008, als sich 14 noch recht unausgeschlafene Schülerinnen und Schüler zusammen mit Frau Grosch, Frau Meyer-Görke, Frau Wagner-Dorka und Herrn Hassler aufmachten in die Stadt der Dichter und Denker, in der bereits Goethe und Schiller gelebt und geliebt hatten - die Stadt Weimar mitten in Thüringen. Die Mitglieder der UNESCO-AG hatten sich nach den bisherigen Fahrten (Paris, Lübeck, Prag, Luxemburg und Brüssel) für diese zwar recht kleine, aber dennoch sehr bedeutende deutsche Kultur-Stadt entschieden. Viele alte Bauten, Museen, Schlösser und Restaurants zieren das gemütliche Städtchen, das von den zahlreichen Studenten mit viel Leben gefüllt wird und Stress und Hektik dennoch nicht zu kennen scheint.



Nach der Ankunft in der Jugendherberge erforschten wir bei sommerlichen Temperaturen die Stadt und machten nach einem kurzen Stopp in der Bauhaus-Universität und einem preiswerten Mittagsessen in der nahe gelegenen Mensa einen Spaziergang durch den Ilmpark, in dem auch Goethes Gartenhaus seinen Platz findet. Wir sahen diverse weitere bekannte Gebäude wie etwa die Anna-Amalia Bibliothek und die Franz-Liszt Musikhochschule. Im Anschluss an dieses erste Zurechtfinden in der für uns völlig unbekannten Stadt stand eine Führung in Goethes Wohnhaus auf dem Programm. Nach diesen sehr informativen 1 ½ Stunden wurden wir mit einer kühlen Eisschokolade in einem der vielen Eiscafés belohnt.



Der nächste Tag begann mit individuellen Freizeitaktivitäten wie ausgiebigen Shoppingtouren und informationsreichen Museumsbesuchen, zu denen unter anderem ein Besuch im Marstall, dem ehemaligen Gestapo-Gefängnis gehörte. Nachdem wir diesen Vormittag in Kleingruppen selbst gestalten konnten, trafen wir uns am frühen Nachmittag für die Abfahrt zur nahe gelegenen Gedenkstätte Buchenwald. Dort nahmen wir an einer umfangreichen und sehr bewegenden Führung teil. Das KZ Buchenwald, welches in einer wunderschönen Naturlandschaft eingebettet ist, war Ort grausamer Verbrechen der Nazis in den Jahren von 1937-1945. Das Bild des einmaligen und friedlichen Panoramas auf dem Ettersberg bei strahlendem Sonnenschein steht im starken Kontrast zu den erschreckenden Eindrücken, die sich uns bei der Besichtigung des Krematoriums, der Gefängniszellen und der erschütternden Fotografien der Leichenberge offenbarten. Im Anschluss an die Führung bestand die Möglichkeit diverse Ausstellungen zu besuchen, die noch tiefere Einblicke in die Lebens- und Gefühlswelt der KZ-Häftlinge gewährten.





Die Unesco-Fahrt 2008 nach Weimar war ein gelungener Ausflug, der uns viele neue Erfahrungen bescherte und ein erholsamer Ausgleich zum Schulalltag war.

Hanna Bauseler, Carla Eberhard, Alisha Schulte (MSS 11)

Die Weimar-Fahrt in Bildern

Die Gruppe an der Bauhaus-Treppe in der Universität

Buchenwald