Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen
Unesco-Projekt-Schulen
     
Zuletzt geändert am: Sat, 02.06.2018 von Seiffarth

Aktuelles aus dem Unterricht    Konzerte & Veranstaltungen     Leitideen     Lehrkräfte     MSS (Oberstufe)    Mittelstufe     Orientierungsstufe    

Aktuelles aus dem Unterricht

 

 

Musikalische Abenteuerreise der Bläserklasse nach Bad Marienberg

Die drei Tage vor dem verlängerten Fronleichnamswochenende 2018 verbrachte die Bläserklasse 6d zusammen mit Frau Schlosser und Frau Uebe in der Jugendherberge in Bad Marienberg. Das Programm gestaltete sich abwechslungsreich mit Bezügen zu Abenteuer und Musik. Zentrale Events waren die Proben für die anstehende CD-Aufnahme am Dienstag, den 05.06. und das Sommerkonzert am Freitag, den 08.06.

Die größte Herausforderung stellte sich in Person von Harry Potter, dessen Filmmusikmedley wahrhaft magische Überraschungen parat hielt. Für ebenfalls sehr große, aber anders geartete Aufregung, sorgte ein überfallartig herangenahtes Unwetter mit Donner, Blitz, Starkregen und Hagelschlag beim Teambuilding im Bad Marienberger Wildparkwald. Nur ein beherzter Sprint in die nahegelegene Hütte des Kletterparks konnte eine Outdoordusche mit Hautpeeling verhindern. Wesentlich geruhsamer verlief die Wildparkrallye am ersten Tag, bei welcher bei strahlendem Sonnenschein gleich 3 Teams mit gleicher Punktzahl die Podestplätze unter sich ausmachten.

Eine Fackelwanderung mit anschließendem Stockbrotgrillen über offener Lagerfeuerflamme stellte die Weichen für eine geruhsame Nacht. Einen ähnlichen Effekt erzielte auch die Probe am Dienstagabend, wobei auch hier wieder ersichtlich wurde, dass Musik und Abenteuer doch nahe beieinander liegen.


Musikalisch-kulturelle Exkursion der Musik LK´s MSS 11 und 12 nach Dresden

Über Christi Himmelfahrt 2018 unternahmen wir, die Musik LK´s MSS 11 und 12, eine musikalisch-kulturelle Exkursion um unseren Horizont zu erweitern. Um 9:30 Uhr begann eine neunstündige, manchmal auch hektische Zugfahrt mit unzähligen Umstiegen. Nachdem wir, wie durch ein Wunder, trotz Verspätungen alle Züge erwischt hatten, kamen wir pünktlich in Dresden an und suchten unser Hostel auf, das im kneipenreichen Studentenviertel gelegen ist. Weil wir alle nach der langen Fahrt eine Stärkung brauchten, gingen wir ohne großen Aufenthalt zu einem Vietnamesen.

Den Morgen darauf machten wir uns, nach einem ausgiebigen Frühstück, auf den Weg in die Altstadt. Dort wurden wir durch das „Neue Grüne Gewölbe“, einer Preciosensammlung der Albertiner Wettiner, allen voran August des Starken. Außerdem konnten wir den Siegelring Martin Luthers bewundern. Nach einer kurzen Pause nahmen wir dann an einer Führung durch die Semperoper teil. Direkt danach hielt Lea T. Einen Vortrag über die Besonderheiten des Opernplatzes. Ein weiteres Highlight dieses Tages war die Besichtigung der Frauenkirche. Einzelheiten hierzu erläuterte Carla M.. Zurück im Hostel probten wir ein paar Stücke, welche wir in der Fussgängerzone vortragen wollten. Dieser Plan wurde allerdings schnell verworfen, da wir die Menschen in der Innenstadt vor diesen „wunderschönen“ Klängen schützen wollten…

Nach gemeinsamem Kochen im Hostel endete ein weiterer erfolgreicher Tag.

Am Freitag begann unser Tag mit einer Führung durch das Kunstmuseum der „Neuen Meister“ mit Gemälden von der Romantik bis zum Expressionismus, welche jedoch nicht jeden in ihren Bann ziehen konnte. Kurz darauf wurden wir von Fabienne L. und Johannes D. durch den Dresdner „Zwinger“ geführt. Am frühen Abend trafen wir uns an der Semperoper, um einer halbstündigen Werkseinführung zur Oper „Die Macht des Schicksals“ von Giuseppe Verdi zu folgen. Der sich anschließende, über dreistündige Opernbesuch war zwar anstrengend, aber musikalisch ansprechend und nur von ganz kurzen Phasen der Unaufmerksamkeit geprägt.

Am Tag darauf machten wir uns erneut auf den Weg zur Altstadt, wo Anna C. bei einem kurzen Stopp an der Augustusbrücke einen Vortrag über den „Goldenen Reiter“, eine Statue August II. hielt. Im Anschluss erläuterte Antonia B. zwischen dem Georgentor und dem Johanneum den „Fürstenzug“, einer riesigen Wandmalerei aus unzähligen Kacheln echten Meissner Porzellans. Daraufhin ging es für uns in die Hofkirche, um erst einem Orgelkonzert auf der Silbermannorgel und dann einem Referat von Tim H. zu Orgel und Kirche zu lauschen. Nachdem Maurice K. uns über den Neumarkt, Aileen K. über den Cholerabrunnen Lea L. über die Brühl´schen Terassen und Max Sch. über das Residenzschloß unterrichteten, besuchte die Hälfte der Gruppe mit Frau Schlosser und Frau Uebe das Museum „Die Welt der DDR“.

Später abends brachen wir auf zu einer alten Reithalle, wo eine Veranstaltung der Dresdner Musikfestspiele 2018 stattfand. Wir hörten hier ein Crossover-Konzert mit einem präparierten Klavier und einem Solotänzer, welches jedoch bei den Meisten das Gegenteil von Begeisterung erweckte. Das war der krönende Abschluss unserer Reise.

Am Sonntag, den 13.05. traten wir dann den Weg zurück nach Betzdorf an.

Abschließend kann man sagen, dass unsere Fahrt nach Dresden, trotz wütendem älteren Mann in der Oper, einer noch wütenderen Frau auf einem Fahrrad, einem pöbelnden Rechtsextremisten und Mitreisenden mit manchmal doch sehr schweren Augenlidern eine sehr gelungene Fahrt war, die uns allen Freude bereitete.


Carla Mettbach (für die LK´s Musik MSS 11 und 12)

 

 

"Aus der neuen Welt" - Musikkurse der MSS gehen auf die Reise

Eine grandiose musikalische Darbietung in der Philharmonie Köln erlebten 43 Oberstufenschüler und -schülerinnen der Musikkurse. Das Gürzenichorchester bot ein abwechslungsreiches Programm zwischen Romantik und Moderne.

Den Beginn markierte das 2016 komponierte, sehr kurz und kompakt gehaltene "In the Beginning" des finnischen Komponisten Einojuhani  Rautavaara. Der romantisch-mystische Stil ließ sogar die Dissonanzen harmonisch ins Ohr fließen. Etwas handfester präsentierte sich das Violinkonzert des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinu. Martialische Klänge im Orchester standen im Kontrast zu den eleganten, oft zweistimmig geführten Melodien der von der Solistin Carolin Widmann meisterhaft gespielten Violine.

Höhepunkt des Abends war aber ohne Frage die "Sinfonie aus der neuen Welt" von Antonin Dvorak. Hier mischten sich Einflüsse der böhmischen Volksmusik mit amerikanischem Kolorit. Ganz in samtenen Gewand präsentierte sich nach dem populären ersten Satz der zweite Satz, welcher von einem einfühlsamen Englischhorn-Solo geprägt war. Ganz anders der vierte Satz, welcher mit seinem blechlastigen Beginn die Zuhörer in den  Sitzen erschaudern ließ.

Wäre da nicht die Entschärfung einer Fliegerbombe gewesen, welche den Zug 30 Minuten im Kölner Hauptbahnhof gefangen hielt, wäre der Abend makellos gewesen.

 

 

 

LK und GK Musik (MSS 13) zu Gast bei der Philharmonie Südwestfalen

Fotos: Christoph Haupt (Philharmonie Südwestfalen)

Was haben Käpt'n Jack Sparrow, Käpt'n James T. Kirk, Forrest Gump und Dr. Schiwago gemeinsam? Brilliante Filmmusik, welche die Filme und somit eben diese Protagonisten zum Glänzen bringt!  Wer kennt nicht die zugleich einfühlsame, aber auch verspielte Flötenmelodie, untermalt von dem in den Offbeat verschobenen Achtelpuls des Klaviers, welche den Zuschauer in Forrest Gump in eine märchenhafte Welt entführt - das Märchen des vermeintlich Schwachen, der durch seine Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit die Welt verändert? Oder die pulsierenden Achtel in den Streichern, die Jack Sparrow von einem Abenteuer ins nächste geleiten?

Einmal im Jahr, meist im Februar, strahlt der Glanz Hollywoods in das Siegener Apollo Theater, denn dann bringt die Philharmonie Südwestfalen das Kopfkino der Zuhörer ans Laufen und man erinnert sich an all die großen und kleinen Helden.

Doch bis es dazu kommt, bedarf es einiger Arbeit und Mühen, die das Orchester auf sich nehmen muss. Bei dieser Arbeit durften der Musik LK 13 von Fr. Isenberg und der Musik GK 13 von Herrn Seiffarth am 07. Februar 2018 bei einem Probenbesuch der Philharmonie in Hilchenbach zuschauen bzw. zuhören.

Nach einer kurzen Einführung von Christoph Haupt, Assistent der Intendanz und für die pädagogische Arbeit der Philharmonie zuständig, zur allgemeinen Situation des Orchesters, begrüßte uns der Gastdirigent Markus Huber, der seit einigen Jahren für die Gala der Filmmusik die musikalische Verantwortung am Dirigentenpult übernimmt. Doch es blieb nicht bei einer reinen Begrüßung: Markus Huber nahm sich 45 Minuten Zeit und erzählte uns in einem Nebenraum einiges Wissenswertes über die Filmmusik im Allgemeinen, die zu probenden Stücke für das Konzert im Speziellen und stand den SchülerInnen, auch zu seinem persönlichen Werdegang, Rede und Antwort. Es ist schon etwas Besonderes, wenn ein Dirigent bis fünf Minuten vor Probenbeginn so viel Zeit und Freude mitbringt, um den interessiert lauschenden SchülerInnen die Begeisterung für die Musik näher zu bringen.

So locker und umgänglich Markus Huber sich uns präsentierte, so angenehm war auch die Probenatmosphäre mit dem Orchester, ohne dass darunter Genauigkeit und künstlerischer Anspruch zu leiden hatten. Es war beeindruckend zu beobachten, wie eine solche Probe abläuft und welche Schwerpunkte gesetzt werden. Während im ersten Teil der Probe die Stücke, die am Ende des Konzert stehen sollten, z.T. noch komplett gespielt wurden, beschränkte sich Huber im Laufe der Zeit bei den vorderen Stücken des Konzertes teilweise auf einzelne Takte und Stimmen, so dass die Filmmusik aus "Alien vs. Predator" beispielsweise in 90 Sekunden "geprobt" war. Es gab sogar Stellen, bei denen Huber einzelne Stimmen/Musiker nur etwas in ihren Noten markieren ließ, ohne die Stelle danach zu Proben: Hierin zeigt sich das Vertrauen, welches ein Dirigent seinem Orchester entgegenbringen muss.

Die SchülerInnen hatten sogar die Gelegenheit, die Proben innerhalb des Orchesters zu verfolgen, was auch einige annahmen, und somit äußerst interessante Eindrücke in den "inneren" Klang eines Orchesters erhielten - vor allem dann, wenn man direkt vor den Blechbläsern saß.

Nach der ca. zweistündigen Probe verabschiedeten wir uns mit tollen neuen Erfahrungen aus Hilchenbach und beschlossen somit zweieinhalb musikalische Jahre in der Oberstufe des FvSGy.

 

 

„Don Giovanni und die Stimmen“ - musikalische Exkursion in das Stadttheater Gießen

Die Streicherklasse 5e und die Bläserklasse 6d unternahmen am Mittwoch, den 17.01.2018 eine „muntere Reise durch die Welt der Stimmfächer“.

Warum spielt der Tenor immer herzensgute Männer und der Bariton immer bitterböse? Wie alt ist ein Alt? Und warum verlieben sich immer alle in den Sopran?

Antworten auf diese und andere spannende Fragen rund um die Welt der verschiedenen Stimmlagen erhielten die Instrumentalklassen in einem gelungenen Schülerkonzert des Stadttheaters in Gießen. Gut aufgelegte Solisten führten schwungvoll die Eigenheiten ihrer Stimmlagen und die Besonderheiten ihrer Rollen in der Oper „Don Giovanni“ vor und zogen das Publikum mit interessanten Einzelheiten zu ihrem sängerischen Werdegang in den Bann. Anschaulich in Szene gesetzt wurde die Arien der Sänger durch den, auch am Klavier virtuos aufspielenden Moderator in Szene gesetzt.

Die Bläser erfuhren, dass man auch beim Singen jede Menge Luft benötigt, die Streicher lernten, dass auch bei den Stimmbänder das Prinzip „je kürzer, desto höher der Ton“ gilt.

Die beschwerliche Anreise durch den Schnee des Westerwaldes nach Gießen hat sich auf jeden Fall gelohnt!!


 

 

Musikalische Exkursion der Klasse 8b: „Zugzwang“ Rap-Musik-Theater von und mit Mohamed El-Chartouni und der Band „Fläshmob“ im Apollotheater Siegen

Auf einen gelungenen Abschluß der Unterrichtsreihe Hip-Hop und Rap blickt die klasse 8b zurück. Ergänzend zu eigenen Tanz- und Musiziererfahrungen innerhalb dieser aktuellen Thematik lieferte die eher als Performance, denn als Konzert gehaltene Aufführung „Zugzwang“ noch einmal in konzentrierter Form die gesellschaftlichen Beziehungsgeflechte in Zusammenhang mit inneren und äußeren Beweggründen und Befindlichkeiten von Rappergrößen und ihrem Publikum.

Hierzu ein Auszug aus dem Programmheft des Apollotheater Siegen:

„Zugzwang“ heißt das neue Rap-Musik-Theater von und mit Mohamed El-Chartouni und der Band „Fläshmob“. Wie schon „Fahr‘ deinen Film“ (die gefeierte Vorgänger-Produktion) ist auch „Zugzwang“ wieder geschrieben und inszeniert von Werner Hahn.
Es geht um den Künstler „DK“, einen angesagten Rapper. Er steht für scharf sezierte Inhalte, kompromisslose Haltungen, akrobatisch virtuose Sprachtiraden, vielschichtig musikalische Formen. „DK“ wird bejubelt, geliebt, gefeiert. Gepostet, getwittert, gelikt. Bürgerbegehrt und schulterbeklopft. Trotz einer Biografie, mit der man ihn nicht zum Nachbarn haben will. Ein Gesicht der Stadt. Ein Spiegel der Stadt. Ein Mensch der Stadt. Mit seiner Band konzertiert „DK“ der Rapper an außergewöhnlichem Ort. Fetter Sound, grelles Licht, geile Show.
Aber plötzlich: Zwischenrufe aus dem Publikum. Irritierende Plakate, verwirrende Spruchbänder, provozierendes Gelächter. Verunsicherungen bestimmen mehr und mehr die Performance. Feine Risse beginnen, das gefällige Selbstbild des Rappers zu überziehen. Bruchstellen fangen an, Platz zu greifen.

Die coolen Botschaften, im bunten Scheinwerferlicht einer konsumsüchtigen Zuhörerschaft in die Ohren geknallt, holen „DK“ ein: Worin besteht sein Zauber? Bewegt er? Dreht er? Verändert und verwandelt er? Ist er wachrüttelnder Künstler – oder doch nur kulinarischer Nachtisch einer satten Jugend?
„DK“ war eben noch lautstarker Überbringer praller Gedankenspiele und Heldengeschichten. Urplötzlich ist er ein verzweifelnd Scheiternder: Scheiternd an sich, an der Unvollkommenheit seiner Welt, an überschwappenden Belanglosigkeiten, an einer maroden Demokratie, an falsch interpretierten Gottheiten, an kälter werdenden Temperaturen trotz spürbarer Erderwärmung.
„DK“ – ein Suchender in aufgebrochener Zeit. Und das im selbstgewählten Gefängnis der Konzertsituation.

Ein gelungener Vormittag mit anspruchsvollem Inhalt und bestem Unterhaltungswert!

 

 

 

(Fotos: Christoph Haupt, Philharmonie Südwestfalen)

Impressionen des Probenbesuches der Streicherklasse bei der Philharmonie Südwestfalen

„Boah, das kenn ich— welches Spiel ist das nochmal?“  -  „Warum sagt der Dirigent immer so Zahlen und Buchstaben?“    -   „Warum haben deren Kontrabässe fünf Saiten und unsere nur vier?“ 

Diese und viele, viele andere Fragen der Schülerinnen und Schüler der 5e wurden ausführlich beantwortet, als die Streicherklasse am 21.09.2017 zu Besuch bei der Probe der Philharmonie Südwestfalen in Hilchenbach sein durfte. 

Ein Blick in die Noten der Musiker, die unmittelbar vor den Schülern saßen, verriet dann: es handelte sich um die Musik zu Super Mario Galaxy. Christoph Haupt, Assistent des Orchesterintendanten erklärte uns im Anschluss, dass in die Noten der Musiker Taktzahlen und Buchstaben eingetragen sind, damit man sich bei den seitenlangen Stücken darüber verständigen kann, wo beim Proben wieder anzufangen ist. Und die Profi-Kontrbassisten konnten den Nachwuchs-Streichern in der Probepause erklären, dass die Orchesterbässe gegenüber den Standard-Kontrabässen eine weitere, tiefere Saite haben, um die ganz, ganz tiefen Töne der sinfonischen Literatur spielen zu können. 

Aus unmittelbarer Nähe konnten unsere Schülerinnen und Schüler beobachten, mit welcher Virtuosität die Profis ihre Instrumente bedienen und wie aus dem Zusammenwirken vieler einzelner ein beeindruckender und mitreißender Orchesterklang entsteht. Während schwierige Passagen mit Hinweisen des Dirigenten immer wieder wiederholt wurden, konnten die Schüler erleben, wie viel Arbeit dahinter steckt, bis ein Stück so perfekt klingt, wie wir es im Konzert und aus den Aufnahmen zu hören gewöhnt sind.  

In der abschließenden Diskussion konnten wir außerdem feststellen, dass wir bei unserer Probenarbeit in der Streicherklasse einige Dinge - in unserem Rahmen - ganz ähnlich erarbeiten wie die Profis. Wir haben uns in jedem Falle vorgenommen, den einen oder anderen Probenkniff der Profis zu übernehmen und ihre Musikbegeisterung und Probendisziplin zum Vorbild zu nehmen. (Angela Isenberg)

 

 

Musikalischer Spaß trotz Wetterkapriolen beim Bläserklassenconvent in Koblenz

Wohl gelaunt ging es am Freitag, den 09.06. pünktlich um 8 Uhr los zum Bläserklassenconvent nach Koblenz. Der Bus war proppe voll mit 30 Musikerinnen und Musikern der Bläserklasse und 26 Instrumentalisten der Bläserklasse Plus. Erstes musikalisches Highlight stellte das Platzkonzert vor dem Forum Mittelrhein, direkt am Zentralplatz am Rande der Koblenzer Innenstadt, dar. Vor zahlenmäßig übersichtlichem, aber sehr frenetisch applaudierendem Publikum musizierten die beiden Ensembles im Wechsel und präsentierten ihr Best-Off Programm aus Musicals, Rock-Pop und traditionellen Klängen aus Europa, Asien sowie den USA. Ein erster, anhaltender Regenschauer stoppte das Unterhaltungskonzertprogramm leider abrupt, so dass die Konzertstühle mit den Gängen des Forum Mittelrhein getauscht wurden und eine Shoppingphase eingeschoben wurde. Die von der Wetterapp vermeldete Schönwetterperiode am späten Mittag trat wahrhaftig ein, so dass die Musikerinnen und Musiker den kurzen Fußmarsch durch die Koblenzer Altstadt zum Deutschen Eck absolvierten, wo das große XXL-Open-Air-Konzert mit insgesamt 23 beteiligten Bläserklassen bei strahlendem Sonnenschein seinen Lauf nahm. Begleitet von einer Band ertönten stimmgewaltig Hits wie „Auf Uns“, „Highway to Hell“ und „Billie Jean“, aber auch getragenere Stücke wie beispielsweise die „Ode an die Freude“. Die Stimmung war riesig, es wurde in den Spielpausen ausgelassen getanzt und gesungen. Leider trat auch gegen 16:30 Uhr pünktlich der von der Wetterapp prognostizierte Wetterumschwung mit Regen, Wind und Gewitter ein. Fluchtartig verließen knapp 700 Nachwuchsinstrumentalisten das Deutsche Eck und retteten sich in die in der Nähe geparkten Busse. Es war für uns ein nasser Abschluss einer sonst äußerst gelungenen erweiterten Konzertreise nach Koblenz.

 

 

Klassenfahrt der Streicherklasse 6d mit Teambuilding und Vorbereitung der CD-Aufnahme ein voller Erfolg

Langsam neigt sich das Schuljahr dem Ende zu und der letzte Auftritt der Streicherklasse bei unserem traditionellen Sommerkonzert am 13.06.2017 rückt näher.

Um die verbleibenden Tage in einer starken Klassengemeinschaft und musikalisch noch voll genießen zu können, weilten die Musikerinnen und Musiker mit den begleitenden Lehrkräften Frau Locskai und Frau Uebe und zusammen mit der Klasse 6c, begleitet von Frau Schlosser und Herrn Seiffarth vom 22.05 – 24.05. im „Haus Marienberge“ in Elkenroth. Im Zentrum der drei Tage standen zum einen Teambuilding und Erlebnispädagogik, zum anderen eine intensive Vorbereitung auf die anstehende CD-Aufnahme, traditionell am Ende der beiden Streicherklassenjahre. Los ging es am Montag mit einer gemeinsamen Probeneinheit, die bewies, dass Streicher und Sänger gut miteinander hamonieren können...

Am Nachmittag stand eine kollektives Detektivspiel auf dem Programm. Rund um das herrliche Gelände des „Haus Marienberge“ jagten sich „Gauner, Gangster und Ganoven“.

Am Abend erwartete die Instrumentalisten eine Nachtwanderung, bei der alle Sinne aktiviert werden mussten, um den rechten Pfad bei völliger Dunkelheit zu finden.

Am folgenden Vormittag wurde ein Hiphop Kurs angeboten. In 2 Stunden schweißtreibendem Training entstand eine beeindruckende Choreographie zu schnellen Rhythmen aus dem Lautsprecher. Am Nachmittag startete ein „Survivalkurs“ im nahegelegenen tiefen Westerwald. Hier wurden Hütten gebaut, Wetter und Wolken betrachtet, die Windrichtung bestimmt, Versuche unternommen, Feuer ohne technisches Equipment zu machen und Schluchten mit Hilfe von gespannten Seilen zu überwinden. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreichten nach drei Stunden erschöpft aber hoch motiviert für neue Abenteuer das heimatliche Gelände. Der Abend diente dem gemeinsamen Chill-Out und der Vorbereitung auf die Zimmerabnahme am folgenden Morgen.

Der letzte Vormittag diente dann noch einer abschließenden musikalischen Standortbestimmung, bevor um 12:15 Uhr der heimatliche Hafen erreicht wurde.

 

 

Romantische Klassiker - Klassiker romantisch

Fröhlicher Gesang zu Mozarts g-Moll Sinfonie

In einem engagiert präsentierten Konzert erlebten die LK' s und der GK 12 Musik einen kurzweiligen Ausflug in die Welt der Sinfonien. Mit Mozarts g-Moll Sinfonie, Beethovens Schicksalssinfonie und der Sinfonie aus der Neuen Welt von Dvorak standen drei Evergreens der klassischen Musik auf dem Programm. Dabei wurden Spotlights auf die wichtigsten Themen der einzelnen Sätze der Werke geworfen und die musikgeschichtliche Entwicklung der sinfonischen Musik anschaulich demonstriert. Da das Orchester trotz des Dirgenten sehr schön zusammen musizierte, konnte man auch über gelegentliche Peinlichkeiten in der Moderation hinwegsehen.

 

 

Ohrenauf! - Schulkonzert

Am Freitag, den 20.1. unternahmen die Instrumentalklassen eine Exkursion nach Köln zum "Ohrenauf! - Schulkonzert" in der Kölner Philharmonie. Geboten wurde "Ein Heldenleben" von Richard Strauss, welches den Nachwuchsmusikern unserer Schule in einer kurzweilig moderierten Zusammenfassung darbeboten wurde. Alle Instrumentegruppen wurden vorgestellt, wobei die Hörner als Heldengruppe und die Solovioline als vergebliche Geliebte zentrale Betrachtungen erfuhren. Begeisterung erweckte auch das tolle Ambiente in der Kölner Philharmonie mit viel Plüsch und Glitzer. 

Ein anschließender Rundgang um und durch den Kölner Dom vollendete den gelungenen Ausflug.

 

 

 

Instrumentenzirkel Bläserklasse

Die Lippen werden angespannt, es wird tief Luft geholt und so entlocken die Schülerinnen und Schüler der neuen Bläserklasse am Freiherr-vom-Stein - Gymnasium ihren zukünftigen Instrumenten die ersten Töne.
In den ersten Schulwochen einer neuen Bläserklasse findet der sogenannte „Instrumentenzirkel“ statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, alle - bisher nur theoretisch kennengelernte - Instrumente der Bläserklasse einmal etwas näher unter die Lupe zu nehmen.
Unter professioneller Anleitung werden die Funktionsweise der einzelnen Instrumente erklärt sowie die Spielweise gezeigt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Musikinstrumente ausgiebig zu testen und anzuspielen.
Mithilfe der Erfahrungen durch den Instrumentenzirkel können sich nun die Schülerinnen und Schüler in Absprache mit ihren Eltern und den Lehrkräften der Bläserklasse ihr „Wunschinstrument“ aussuchen, welches in den folgenden zwei Schuljahren im Klassenverband erlernt wird.

 

 

Musikalisch-kulturelle Exkursion des Musikleistungskurses MSS 12 Halle und Leipzig

 

 

Die Kunst des Rappens

Eine Gruppe der 7mn bei ihrer Rap-Performance

Im Fach Musik haben die Klassen 7mn und 7b bei Herrn Seiffarth zu Beginn des zweiten Halbjahres ein neues Thema erarbeitet: HipHop.

Erst wurde uns nähergebracht, was HipHop eigentlich ist und wo und wie es entstanden ist. Wir mussten einige Aufgaben lösen, zum Beispiel sollten wir den erfolgreichsten Rapper der Welt finden. Bei dieser Aufgabe durften wir in die Bibliothek, um dort etwas herauszufinden.

Später haben wir dann erarbeitet, was ein Rapper beachten muss, um sich Hip-Hopper nennen zu können. Er/Sie muss sich nämlich an die Regeln halten: die sogenannte Declaration of Peace. Diese behandelt Dinge wie keine Diskriminierung, keine Vorurteile und keine Fremdenfeindlichkeit.

Doch dann kam die schwierigste Aufgabe, über die sich viele sehr freuten, manche jedoch vor eine große Aufgabe stellten:

Wir sollten unseren eigenen Rap schreiben und ihn dann vorführen!

Die Aufgabe lautete, in Gruppen von zwei bis vier Leuten einen eigenen Rap zu schreiben und danach aufzuführen. Es gab ein paar Hintergrund-Songs zur Auswahl, aber man konnte auch seine eigene Musik mixen/komponieren.

Schon bald wurde die Zusammensetzung der Gruppen klar, denn jeder wollte natürlich mit seinem/seiner besten FreundIn in einer Gruppe sein. Darauf folgte schon einer der schwierigsten Teile, nämlich das Thema für den Rap fest zu legen. Denn man konnte es ja in einer Gruppe mit vier Leuten nicht jedem Recht machen. Einige verzweifelten fast an dieser Aufgabe und brauchten mehrere Stunden, um sich zu endgültig entscheiden.

Die meisten schrieben jetzt den Text, den sie dann aufführen wollten. Dies lief bei allen sehr unterschiedlich ab: Manche waren sich sofort im Klaren und wussten, was sie schreiben wollten, andere waren sich auch hier sehr unsicher.

Nachdem der Text vollendet wurde, ging es an die Auswahl des passenden Beats. Viele haben sich schon während des Schreibens der Texte Gedanken gemacht, welchen Beat sie nehmen wollen. Ein paar hatten aber keinen gefunden, der zum Text passte, also haben sie eine eigene Hintergrundmusik komponiert oder gemixt.

Nachdem auch das geschafft war, musste das Ganze geübt werden. Jede Gruppe hat einen MP-3 Player mit Kopfhörern bekommen und wurde dann in verschiedene Räume eingeteilt, zum Beispiel in eine kleine Musikkammer. Das Üben lief bei den meisten gut, hat aber auch die meiste Zeit gekostet.

Dann kam der große Moment, als alle fertig und bereit waren, ihren Rap vorzutragen. Ich war sehr positiv überrascht, dass es so viele verschiedene Ideen bzw. Raps gab. Zum Beispiel gab es Raps über Werbung, Einhörner, Lehrer, Schule oder Papageien. Zu den Raps wurde auch schon mal getanzt (oder sich zumindest etwas bewegt). Es gab natürlich auch den berüchtigten „Vorführ-Effekt“, wenn die Nervosität auftrat und es nicht mehr so rund lief wie bei den Proben zuvor. Nach jedem Vortrag wurden der Gruppe Fragen gestellt, die sie beantworten sollten. Zum Beispiel: „Was war das Schwierigste beim Üben“ etc. Den meisten fiel es nicht gerade leicht, gleichzeitig und punktgenau auf den Beat zu rappen. Zum Schluss gab es für jeder Gruppe noch Lob und Verbesserungsvorschläge von der ganzen Klasse.

Alles in allem hat es mir persönlich sehr viel Spaß gemacht! So tolle Aufgaben kann man ruhig öfter machen - nicht nur in Musik!

Paul K., Klasse 7mn

 

 

Leistungskurs Musik 11 auf den Spuren der Renaissancekultur in Köln

Dass die Renaissance nicht nur in der Musik, sondern gleichermaßen auch in der bildenden Kunst die Geburtsstunde individuellen Künstlertums ist, dass es auch in der Malerei revolutionäre Entwicklungen wie etwa die Zentralperspektive oder anatomische Studien zur Darstellung menschlicher Körper zu entdecken gibt, die den musikalischen Revolutionen der Dreiklangsharmonik und rhythmischen Notationen der Epoche um nichts nachstehen, dass dieses Entwicklungen sind, ohne die unser heutiges Verständnis von Kunst nicht möglich gewesen wäre, davon überzeugten sich die Schülerinnen und Schüler am 15.3.2016 bei einer fachübergreifenden Exkursion nach Köln.
Referate zur kunstgeschichtlichen Entwicklungen und zu großartigen Dokumenten wie der „Muttergottes in der Rosenlaube“ von Stefan Lochner und „Pfeiffer und Trommler“ von Albrecht Dürer im Wallraf-Richartz Museum sowie zur kunstvollen Laube des alten Rathauses und zum originalgetreu rekonstruierten Gaffelhaus auf dem „Alter Markt“ ergänzten das besondere Erlebnis, jahrhundertealten Kunst- und Bauwerken unmittelbar gegenüber zu stehen, deren Ausdruckskraft, ausgewogene Komposition, Kunstfertigkeit, große Lebendigkeit und tiefe Symbolik bis heute nicht an Strahlkraft verloren haben.
So waren alle Teilnehmer nach einem erkenntnis- und erlebnisreichen Tag überzeugt, dass es sich gelohnt hat, über die Grenzen des eigenen Faches und des Schulgeländes hinaus geblickt zu haben. Der Eintritt ins Wallraf-Richartz Museum ist für Schüler übrigens kostenlos und eine Empfehlung für den nächsten Trip nach Köln!