Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen
Unesco-Projekt-Schulen
     
Zuletzt geändert am: Mon, 30.04.2018 von Barbara Meyer-Görke

Unsere Patenkinder – die Patenklassen erhalten Informationen aus erster Hand

Insgesamt 11 Klassen unterstützen derzeit ein Patenkind in Guatemala mit monatlich 32 Euro, damit dieses die Schule besuchen kann, täglich eine warme Mahlzeit erhält und Unterstützung und Hilfe auch im Alltag bekommt. Möglich macht dies Procedi, eine Organisation, die in Guatemala-City in einem Armenviertel eine Schule mit angeschlossenem Begegnungszentrum unterhält, die Kindern Bildung und vor allem auch Kindheit bietet.

Nun besuchten uns Magdalena Volz und Annika Küss von Procedi e.V., um das Projekt und die Kinder den Patenschaftsklassen vorzustellen. Beide hatten nach ihrem Abitur mehrere Monate als Praktikantinnen im Projekt in Guatemala gearbeitet und konnten so auch aus eigener Anschauung berichten.

In zwei Durchgängen, denn insgesamt 9 Klassen hatten sich für den Vortrag angemeldet, berichteten die beiden Mitarbeiterinnen vom Land des ewigen Frühlings, den Problemen der Armut, den Sorgen der Menschen und der Hilfe, die Procedi im Projekt anbietet. Dabei wurde schnell deutlich, dass vieles in Guatemala ganz anders ist als bei uns: Weder tägliche und vor allem regelmäßige Mahlzeiten noch fließendes Wasser oder auch zuverlässige Elektrizität sind für unsere Patenkinder selbstverständlich. Entsprechend könnten sich die Eltern einen Schulbesuch ihrer Kinder eigentlich nicht leisten. Aber ohne Bildung ist ein Entkommen aus der Armut nicht möglich. In der Vor- und Grundschule Procedi erhalten die Kinder nicht nur die notwendige Bildung, sondern auch Kleidung, Schuhe, Schulmaterialien und auch psychologische Betreuung. Zudem werden die Kinder regelmäßig von Studenten der zahnmedizinischen Universität behandelt, können in der Schule auch duschen und sogar die Läusebekämpfung ist eine Aufgabe, die von der Schule wahrgenommen wird. Im Anschluss an die schulische Ausbildung bei Procedi werden die Kinder aber auch auf ihrer weiterführenden Schule unterstützt, können nachmittags ins Projekt kommen und Hilfe bei den Hausaufgaben erhalten oder aber auch nur einen Ansprechpartner für ihre Probleme finden.

Die zahlreichen Fragen der zuhörenden Klassen zeigten, dass das Interesse am Schicksal der Kinder, an der Arbeit der Organisation und den Erfahrungen, die die beiden Referentinnen selbst im Projekt gemachten hatten bei unseren SchülerInnen enorm hoch war. Entsprechend lang war auch jeweils der Beifall am Ende der Vorträge.

Weitere Informationen zum Projekt und zu den Patenkindern finden sich unter www.procedi.de oder auch https://www.facebook.com/PROCEDI/.