Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen
Unesco-Projekt-Schulen
     
Zuletzt geändert am: Wed, 09.05.2018 von Barbara Meyer-Görke

Deutsche Geschichte, Demokratie und eine Stadt im Wandel - Die 10. Klassen besuchen Bonn

Anlässlich des gemeinsamen Projektes „Demokratietag“ der Fächer Erdkunde, Geschichte und Sozialkunde machten sich auch im Schuljahr 2017/18 alle Klassen 10 auf den Weg nach Bonn, um die ehemalige Bundeshauptstadt und die Geschichte der Demokratie zu erkunden. Dabei standen Themen im Vordergrund, die alle drei Fächer tangieren: Zu Beginn wurde mit einer Führung das Haus der Geschichte erkundet – an ausgewählten Stationen erfuhren die SchülerInnen die wechselvolle Geschichte der beiden deutschen Staaten vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Wiedervereinigung. Denn Demokratie, Menschenrechte und ein Leben in Freiheit waren bis 1990 nur den Bürgern der Bundesrepublik vergönnt. Für die Menschen in der DDR gehörten Unterdrückung durch den Staatsapparat, fehlende Reisefreiheit und mangelnde politische Willensbildung zu ihrem Leben dazu.

Die Teilung Deutschlands war auch der Grund, dass 1949 für die Bundesrepublik Bonn die Haupt- und Regierungsstadt wurde. Auf den Spuren der Demokratieentwicklung war daher die zweite Führung an diesem Tag. Das frühere Kanzleramt, der ehemalige Bundesrat, der alte Plenarsaal waren dabei u.a. Stationen, an denen die Klassen viel Wissenswertes zum ehemaligen demokratischen Zentrum der Bundesrepublik erhielten. Doch was befindet sich heute in den Gebäuden? Wie werden diese genutzt? Und was bedeutet Strukturwandel? Am Beispiel der genannten Stationen konnten die SchülerInnen nachvollziehen, wie sich Bonn zu einem internationalen Zentrum der Verständigung gewandelt hat und immer noch wandelt. Seit 1996 ist Bonn UN-Stadt und hat seitdem auch viele nationale und internationale Institutionen und Nichtregierungsorganisationen in die ehemalige Hauptstadt gezogen. Die nun durch die UN und diese Organisationen genutzten ehemaligen Regierungsgebäude veranschaulichen den strukturellen Wandel der Stadt. Zudem konnte auf das zukünftige Potential des Standortes Bonn, insbesondere im Bereich des tertiären Sektors, also des Dienstleistungsbereichs, hingewiesen werden.